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Mittwoch, 7. Februar 2018

Kapuzenpulli ohne Kapuze?

Im Laufe des Winters habe ich mir so einige Hoodies genäht, während des Enstehungsprozesses aber dann doch irgendwie die Kapuze durch einen Kragen ersetzt. Eigentlich mag ich Hoodies, aber uneigentlich stört die in der Winterjacke, unterm Schal und auf dem Sofa. Immer entsteht so eine Beule.

Jetzt habe ich mir einen Rolli genäht, und zwar einen, der nach Schnittmuster auch ganz offiziell ein Rolli ist.



Der Rolli ist aus verschiedenen Reststoffen genäht und diente eigentlich nur dem Passformcheck. Aber nachdem ich ihn dann so halbfertig anprobiert hatte, dachte ich, dass die Knallefarben doch genau das Richtige für das trübe Wetter draußen sind.


Die Schulterpaspeln kann man bei dehnbaren Stoffen nur als optischen Hingucker nähen, ich habe hier aber eine ganze echt Knopfleiste eingebaut. Oder zumindest halbecht, denn es sind ja "nur" KamSnaps. Und die bleiben auch zu, weil das Knöpfen viel zu schwer geht 😉

Die nächsten Tage gibt es noch die anderen Rollis zu sehen, da habe ich dann auch ein Adventskalenderstöffchen verarbeitet.

Schnittmuster SHO!rolli von SHO Lieblingsshirt 2.0
Stoffe: verschiedene Jerseys aus dem örtlichen Stoffladen

Verlinkt mit AfterWorkSewing

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Einer dieser verfluchten Tage ...

Es ist so viel los hier, eine große private Veränderung steht bevor. Da bleibt das Nähen etwas auf der Strecke.

Nichtsdestotrotz habe ich es geschafft! Ich habe einen Crooked Hoodie for women (bis Sonntag zum Einführungspreis) von "Schnittverhext - Stoffe, Nähkram und mehr" genäht.

Meine pinkfarbene Männerversion vor gut einem halben Jahr war ja sehr polarisierend. Eine so große Reichweite, so viele Kommentare und so viele Likes hatte ich noch nie für einen Beitrag. Wobei sowohl Hoodie als auch Model natürlich ein Hingucker sind.


Und die Farbauswahl traf mein Mann ja damals, weil er Stoffkäufe vermeiden wollte und eine meiner bevorzugten Farben nunmal pink ist.

Pink? Äh, nun ja. Manchmal dann auch Grau.


Mein eigener Crooked Hoodie ist also fast farblos. Der Stoff ist innen hellrosa, also babypink sozusagen. Und weil ich dieses Geschlingsel hinten (wie heißt das, der Stoff ist innen wie Frottee?) ganz nett fand, habe ich alle Kanten offen übereinander genäht und die Säume unversäubert gelassen. Hier ist hochrollen erwünscht und nach dem nächsten Waschen kommt das bestimmt noch besser zur Geltung.

Weil ich so ganz einfach nur in Grau dann doch nicht auf mir sitzen lassen konnte, habe ich den Hoodie - eigentlich ist es ja kein echter Hoodie, weil ich die Kragenversion genäht habe - noch mit dem Plott "PinUp Girl" von Biberwerke und der Metallic-Effect Folie von den Wolpertingern aufgepimpt.



Warum nun die Überschrift? Tja, das ist eigentlich eine ganz andere Geschichte, die hier nichts zu suchen hat. 😜

Habt einen schönen Tag,
Kathy

Und um 23:05 Uhr noch zu RUMS

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Aufgrund persönlicher Umtriebe komme ich nicht so viel zum Nähen momentan. Zwischendurch ist aber immer mal wieder Zeit für ein kleines Tangle.

Heute läuft's also unter "Jeden Tag eine gute Linie". 😉


Wie beinahe jedes Kind habe ich sehr gerne gemalt, gekritzelt und gebastelt.

Wie nur wenige Jugendliche und Erwachsene habe ich diese Leidenschaft beibehalten. Es gab und gibt immer Unterbrechungen, aber alte Liebe rostet ja bekanntlich nicht.


Die meisten Erwachsenen kennen aber auch das Phänomen des Kritzelns. Und dabei meine ich nicht unleserliche Handschriften, sondern die fokussierte Malerei auf diversen Blöcken während Meetings, Telefonaten oder Vorträgen.


Zwei findige Amerkikaner haben daraus eine Methode entwickelt und sich diese schützen lassen. Zentangle war geboren. Und ich bin infiziert.


Vielen mag das jetzt nicht als etwas grundsätzlich Neues erscheinen und prinzipiell war es das auch für mich nicht. Aber die Methode macht einem etwas bewusster, wie wichtig und entspannend es ist, mal absolut im Moment zu versinken. Und während das Kritzeln beim Telefonieren nebensächlich ist, rückt es beim Zentangle in den Mittelpunkt.


Was für Kinder beim Spielen selbstverständlich ist, gelingt mir als Erwachsene nur noch selten - in den "Flow" zu kommen. Die Umwelt ausblenden und im Hier und Jetzt zu sein. Linie für Linie.


Nebenbei entstehen kleine Kunstwerke, die absolut geeignet sind als Grußkarten, Statements oder Wandmosaik.
Demnächst werde ich versuchen, das ein oder andere Muster mal mit der Näherei zu kombinieren.



Ich würde mich auch über den Besuch meiner Seite freuen und natürlich über ein Däumchen, wenn sie euch gefällt.
KathYpsilon - am dran am sein am tun

Verlinkt mit RUMS.

Habt einen schönen Tag,
Kathy

Donnerstag, 30. November 2017

Der rote Teppich ist ausgerollt ... 

... und während das wohlklingende Rattern der Nähmaschinen im weiten Rund langsam verstummt, macht eine elektrisierende Stille sich breit ...


Die Nähmaschinen senken huldigend den Nähfuß ...
Hochachtungsvoll beugt sich der Fadentrenner vor ...
Ja, selbst das sonst so zappelige Garn ist ganz ruhig und dabei doch bis zum Zerreißen gespannt ...


Liebe Näherinnen und Näher, bitte erheben Sie sich von Ihren Arbeitsplätzen, denn hier kommt Ihre Majestät:
Hier kommt das PORTmoney Royal!!!


Na, ist der Text nicht genial? Leider nicht von mir.
Mit diesen Worten hat Susan von Handmade by WITTsich ihr neues Ebook vorgestellt: das eben genannte PORTmoney  Royal.

 

Schmal und elegant, und trotzdem mit detailreichem Innenleben und viel Platz für Karten, Scheine und Münzen.


Wer hier ein bisschen mitliest, ist schon dem ein oder anderen Polyester-Fellchen begegnet, bisher war es aber hauptsächlich die Kuh.


Nun war ich mal auf Safari (wobei der Schneeleopard jetzt eher nicht in Afrika vorkommt, aber da sehen wir mal großzügig drüber hinweg, sonst ist mein Textkonzept hinüber) und habe die schwarz-weiß-grau-Fraktion vernäht.

Wie man sieht, ist das PORTmoney trotz seines großen Platzangebots sehr schmal und macht sich so hervorragend als eleganter Begleiter zur Abendgarderobe.


Das Innenleben lässt sich auch etwas sparsamer gestalten und das PORTmoney wird zur Clutch.
Da ich die farblose Lösung zwar sehr elegant finde, das in der Gesamtheit aber meines Erachtens etwas spannungsarm wäre, habe ich die Farbtupfer im Inneren gesetzt.


Während das Rot beim Leopard für mich völliges Neuland ist, habe ich beim Zebra auf die bewährte Schwarz-Rosa-Kombi zurückgegriffen.

Und was soll ich sagen - I love it.

Das Ebook gibt es bei Susan im Shop.

Diesen Blogbeitrag gibt es auch bei RUMS.

Habt einen schönen Tag,
Kathy

Donnerstag, 23. November 2017

Täschchen wechsle dich

Seit ich selber nähe, kaufe ich mir keine Handtaschen mehr. Trotzdem werden es ständig mehr, da muss irgendwo ein Nest sein ...


Sicher kennt ihr das auch. Die drei bis sieben aktuellen Liebblingshandtaschen hängen an der Garderobe und Taschentücher, Handcreme, Kugelschreiber (und diverse Kassenbons, die man nicht mehr benötigt) verteilen sich darauf.


 Leider habe ich nicht so viele Handcremes wie Handtaschen und sicher ist die Tube gerade in der Tasche verschollen, die im Keller liegt.


Hier kommt Netti ins Spiel. Steffi von min ziari hat sich überlegt, dass die gängigen Taschenorganizer etwas zu groß sind für die mittleren Gelegenheitshandtaschen, die Kostmetiktäschchen aber zu klein für das, was man eventuell so benötigt.


Netti ist deswegen so ein Zwischending. Innen bietet sie sehr viel Platz für die Notwendigkeiten der Fassadensanierung, außen kann man Kugelschreiber und - das finde ich besonders praktisch - Schlüsselbund mittels Karabiner unterbringen.


So kann der ganze Krempel, der verteilt in unseren Handtaschen verschwindet, mit Netti bequem von einer Tasche zur anderen gewechselt werden.


Bis Sonntag gibt es das Ebook noch zum Einführungspreis bei makerist


Und wer wissen will, woher Steffi die Namen für ihre Schnittmuster hat, kann bei ihr im Blog nachlesen
https://minziari.blogspot.de/

Verlinkt mit RUMS, habt einen schönen Tag,
Kathy


Donnerstag, 26. Oktober 2017

Weil mir mal eine "Besucherin" geschrieben hat, dass sie die RUMS-Beiträge meistens von hinten nach vorne anschaut und ich aufgrund von Kindergeburtstag (Mann, bin ich fertig) heute sowieso keine Zeit für einen ausführlichen Post hatte, schaue ich nun mal, wie weit am "hintesten" ich lande. 😉

Passenderweise hatte die neue Casual Bag von Kind vom Deich heute direkt ihren ersten Einsatz - beim Einkaufen, da ich ja eigentlich nur ein paar Teile brauchte - es passen 16 Brezeln, 24 Wienerle, und 1 kg Brot hinein ...


... oder wahlweise 3 Packungen Muffins-Backmischung, 10 Eier (im Karton), Frischkäse, 15 Rollen Smarties, Kaugummis, Ahoi-Brause und 16 Lollis ...

 
... oder 15 Megaluftballons (nicht aufgeblasen natürlich), 12 Leuchtdinoskelette, drei Lillifee-Ringe, 5 Artist PITT Brushes ... achja, und Portemonnaie und Handy natürlich auch noch.


Nachmittags dann wieder neben den essentiellen Teilen auch noch Ersatzwäsche für Toiletten-Notfälle bei den Kindern und Häkelzeug, damit mir auf der Feier nicht langweilig wird. 😂


Das Tolle an dieser Version der Casual Bag ist - neben der Geräumigkeit an sich -, dass die Verwendung dieser abgefratzten alten Jeans dafür sorgt, dass ich die Tasche hemmungslos überall auf den Boden stellen kann, ohne mir Gedanken um Flecken machen zu müssen.
Und wenn die Kinder mit Schokomuffin-verschmierten Händen darin nach einem Taschentuch suchen, ist mir das auch egal. Gehört alles zum Design.


Im Gegensatz zu sonst habe ich bei dieser Jeans alle Flecken, Risse und Löcher belassen und absichtlich integriert, anstatt sie zu entfernen. So hat die Tasche nicht nur ihren besonderen Charakter, sie wird mich auch ständig an liebe Freunde erinnern, die im mir Rahmen ihres Wegzugs (sniff) diese Hose (und noch ein paar andere) überließen, um "was draus zu machen".

"In der nächsten Folge seht ihr dann eine Tasche, die toll aussieht, so aber nicht funktioniert." 😉

Bis dahin eine gute Zeit,
Kathy

Verlinkt mit RUMS

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Tut mir leid, aber NOCH größer haben wir wirklich nicht, da müssen Sie in die Übergrößenabeilung gehen

Das sind so Sätze, die auf der Liste der Dinge, die ich in meinem Leben gerne höre, nicht auftauchen.
Ich habe keine Modelmaße, aber ich denke, dass bei meiner Körpergröße (1,85 m) Kleidergröße 44 vertretbar ist. (Ich hatte auch schon 40, gefiel mir besser, aber "so what".)


Da wären wir aber schon beim nächsten Punkt: Was ist denn die Kleidergröße? Die Einheit, mit der Modelabel ihre Selbstverliebtheit messen? Je nach Marke habe ich bei den mir passenden Teilen zwei bis drei Größen Unterschied auf dem Etikett. Aber letztlich ist das ja auch einer der Gründe, warum ich mit dem Nähen begonnen habe: um der Standardisierung durch die Modeindustrie zu entkommen und nicht immer das Gefühl vermittelt zu bekommen, ich bewege mich komplett außerhalb der Norm. Und: wer will schon Norm sein? 😉


Meine Problemzonen? Neben dem ständigen Gefühl, ein paar Kilo weniger haben zu sollen sind das bei Klamotten mein langer Hals (bei den meisten gekauften Hoodies und Jacken spannt die Kapuze), meine langen Arme (Bündchen endet am Handgelenk), meine hohe Taille bzw. große Schritttiefe, Reiterhosen und lange Beine. Hosen kaufen ist ein Alptraum. Wenn ich sie über die Oberschenkel bekomme, sind sie unten zu weit. Die Low-Waist-Mode sorgt dafür, dass die Hose rutscht und die Love Handles über den Rand quillen. Und zu kurz sind sie sowieso alle.


Jetzt habe ich mich getraut. Ich habe mir meine eigene Jeans genäht. Nach dem Ebook "Merle" von Mamili1910. Die erste Hose hat mich extrem viel Zeit gekostet. Das lag aber unter anderem daran, das ich als passionierte Jerseynäherin etwas zu faul zum Heften und Anprobieren war und dann zwei Meter Dreifach-Gradstich wieder auftrennen durfte.


Aber was soll ich sagen. Das Ebook ist der Hammer. Vor allem mein Angstgegner "Reißverschluss mit Untertritt" war im Nullkommanix gemeistert.
An Anfang muss man etwas Zeit investieren, um den Schnitt an seine Maße anzupassen, aber wie man das macht, ist bestens erklärt. Da hat sich dann auch gezeigt, dass so gut wie keine der Frauen aus dem Probenähen "Norm" ist. Die Größenvarianz zwischen Hüfte, Oberschenkel und Wade betrug teilweise drei Größen. Woran man auch sieht, warum bei vielen die Kaufhosen nicht gut sitzen.


Damit ist jetzt Schluss. Traut euch. Die Zeit lohnt sich. Das Geld sowieso. Und dann können die ganzen alten "nur so halb" sitzenden Jeans aus dem Schrank für neue Upcycling-Projekte verwendet werden. Mit den Varianten Skinny und Bootcut in Low- und High-Waist mit schmalem oder breitem Bund sind die meisten Geschmäcker und Bedürfnisse abgedeckt.


Zusätzlich gibt es noch eine Hilfegruppe bei Facebook, wo man sich bei Fragen oder Unsicherheiten helfen lassen kann und wo Conny einige Liveschaltungen zu Anpassungen am Schnitt demonstrieren wird.



Die Schnitte gibt es einzeln oder als Kombi-Ebook bei Makerist:
Skinny Jeans Merle
Boot Cut Jeans Merle
Kombi Bootcut und Skinny

Und auch bei Dawanda:
Skinny Jeans Merle
Boot Cut Jeans Merle
Kombi Bootcut Skinny

Bis zum 26.10. noch zum Einführungspreis mit 30% Rabatt.

Um das ganze noch zu komplettieren: Verlinkt mit RUMS.

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche und viel Spaß beim Hosennähen. 😎
Kathy